Nach dem Erdbeben in Haiti war die erste Reaktion Bestürzung, Betroffenheit.
Eines der ärmsten Länder der Welt ist von einer unvorhergesehenen und unvorstellbaren Katastrophe betroffen.
Dir Bilder machen betroffen und veranlassen zu Spenden. Jeder Euro hilft!
Und schon macht sich der Gedanke breit: “ Habe ich die richtige Organisation gewählt?“ „Kommt meine Hilfe auch an?“ „Hat man die alltägliche Anarchie einer solchen Ausnahmesituation unter Kontrolle?“
Selbst, wenn der Staat Haiti an dieser Prüfung zerbrechen sollte, so ist es doch wichtig, Maßnahmen zu unterstützen, die den Menschen vor Ort, und dort gerade den Schwachen, eine echte Hilfe bieten können.
Ich wünsche allen Spendern, dass sie eine gute Wahl treffen.
An dieser Stelle gibt es keine Empfehlungen. Jeder darf selbst entscheiden.
Wenn man aus Haiti hört (und sieht), dass Leichen als Strassensperren mißbraucht werden, dass Unbekannte und Unidentifizierte verbrannt werden, dann ist dieses für uns unfassbar.
Man muss seine Angehörigen wirklich verabschieden können. Dazu gehört auch eine Beerdigung. Eine Vermißtenmeldung ist kein Ersatz!
Die Situation in Haiti geht also weit über unser Fassungsvermögen hinaus.
Haiti ist das ärmste Land in Mittel-Amerika. Trotzdem wird es seit Jahren heimgesucht von Naturkastrophen, wie Erdbeben und Taifunen.
Wirtschaftlich von den Industrienationen in gut gemeintem Aktionismus in die Armut getrieben, traf die aktuelle Erdbebenkatastrophe die Welt an ihrer schwächsten Stellen.
Hilfe, in welcher Form auch immer, kann in dieser Situation nur ein Fortschritt sein.
Ich möchte an dieser Stelle keine Organisation hervorheben. Wer nicht spendet, kann Unterstützung durch Gedanken bieten. Betroffenheit und Mitleid helfen.
Noch mehr hilft natürlich finanzielle Unterstützung. Und da muss jeder selbst wissen, wen er unterstützt.
Unterstützen Sie die Ihnen bekannten Organisation, die bereits seit Jahren Erfahrungen in der Bewältigung von Katastrophen haben, oder die bereits seit Jahren in Haiti vor Ort sind.